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RAUMENTSCHLEUNIGER

Mit dem Raumentschleuniger wurde 2006 eine Installation zur Inszenierung des öffentlichen Raums entwickelt. Bei der formalen Gestaltung ging es darum, einen Sichtkegel zu schaffen, der zum Hineinsetzen auffordert und - von außen betrachtet - mit unterschiedlichen Flächen- und Volumenwirkungen spielt.
Innerhalb des Raumentschleunigers stehen dem Betrachter zwei Ausssichten zur Auswahl. Durch diese Reduzierung wird die sonst dynamisch-diffuse Wirkung des urbanen Außenraums entschleunigt, wozu auch die geschützte Situation des Betrachters beiträgt. Im entschleunigten Raum des Raumentschleunigers werden stadträumliche Qualitäten erfahrbar und sonst übersehene Details erst sichtbar.
Die Grundidee dieses architektonischen Wahrnehmungsvehikels ist, das heterogene Stadtbild und die rasant zunehmenden Transformationsprozesse in Berlin konkret und auf konzentrierte Weise in ortsspezifischen Kontexten erfahrbar zu machen.

Ein Prototyp des Raumentschleunigers wurde 2006 in der vom Designmai Berlin ausgerichteten Ausstellung Designcity im alten Postfuhramt am Gleisdreieck, sowie bei der Veranstaltung Urban Age im Postbahnhof Berlin präsentiert. Dort diente er gleichzeitig als Display für das Projekt Gartenstadt Atlantic.